„G“ wie Gelato - Blog Preidlhof
24.08.2016
11:10
Daniela

„G“ wie Gelato

Eis

Der Sommer in Südtirol zeigt sich von seiner schönsten Seite, unschaffbar der erfrischenden Versuchung einer kühlen Kugel Eis zu widerstehen. Wir, im Heimatland des originalen „gelato“, sind heiß auf Eis

Doch woher stammt die gefrorene italienische Spezialität, welche Eissorten unterscheidet der Fachmann, woran erkennt man die Frische von Eis und ist Eis wirklich eine große oder eher eine genussvolle kleine Sünde?

Die Anfänge des Speiseeises (italienisch „gelato“), gehen vermutlich auf das antike China zurück, aber auch schon Alexander der Große und Hippokrates bekannten ihre Vorliebe zum Sorbet-ähnlichen Speiseeis der Antike, heute vergleichbar mit der Granita. In Neapel erschien bereits 1775 das erste Buch über die Kunst der Eisherstellung, die noch per Hand mit einer auf Eis gebetteten Marmorplatte erfolgte. Die erste richtige Eismaschine wurde 1790 in Amerika erfunden. Seit der Erfindung der Kältemaschine 1881 wurde das Speiseeis dann auch für die breite Bevölkerung zugänglich.

Mittlerweile gibt es Eis in unterschiedlichsten Variationen: Cremig, schokoladig, vanillig, fruchtig, am Stiel, in der Waffel, als Riegel oder im Becher und neben den Eis-Klassikern in der Theke gibt es immer wieder neue, exotische Eis-Kreationen zum Probieren. Der Gelatiere unterteilt die Eissorten, je nach den verwendeten Zutaten in folgende Kategorien ein.

Eissorten im Überblick

  • Milcheis: mindestens 70% Milchgehalt
  • Cremeeis: mindestens 50% Milchgehalt, mindestens 270g Ei oder 90g Eigelb pro Liter Milch
  • Sahneeis / Rahmeis: mindestens 18% Milchgehalt
  • Eiscreme: mindestens 10% Milchgehalt
  • Fruchteis: mindestens 20% Fruchtanteil
  • Wassereis: weniger als 3% Fettgehalt
  • Sorbet: mindestens 25% Fruchtanteil, ohne Laktose

Jeder hat seine persönliche Lieblingseissorte, doch alle sind sich einig: Eis ist lecker – vor allem im Sommer! Leider ist Eis bekanntlich eine Sünde für die Gesundheit, was aber nur zum Teil stimmt. Der Kaloriengehalt von Eis hängt von der Eissorte ab. Wassereis hat beispielsweise wenige Kalorien, da sein Fettgehalt unter 3% liegt. Milcheis, Cremeeis und Sahneeis hingegen enthalten wesentlich mehr Kalorien. Ebenso hat Eis einen hohen Zuckergehalt. Toppings, Glasuren und die extra Portion Sahne lassen die Kalorienanzahl zusätzlich steigen. Frisches, selbstgemachtes Eis (in Italien das sogenannte „gelato artigianale“) enthält meist mehr frische Zutaten, als industriell gefertigtes Eis und keine Konservierungsstoffe. Bei frischem Speiseeis empfehlen wir folgende Qualitätsmerkmale zu berücksichtigen.

Qualitätsmerkmale von frischem Speiseeis:

  • Eis sollte nicht zu kalt sein oder gar im Gaumen brennen
  • beim Verzehr zart schmelzen
  • auf dem Eis in der Theke dürfen kein Glanz und keine Frostschicht sein, das zeugt von falsch-temperierter Lagerung

Wer nun Lust auf eine kleine Abkühlung in süßer Form bekommen hat, kann mit gesundem Maß ohne schlechtes Gewissen, die eine oder andere Kugel Eis schlecken!

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