Obstbaumuseum in Lana - Blog Preidlhof
05.09.2014
08:50
Gravatar:

Das Obstbaumuseum in Lana

Wer seinen Blick über die Südtiroler Landschaft schweifen lässt, der erblickt neben einer traumhaften Bergwelt auch unzählige Weingüter und Apfelplantagen! Seit wann ist der Apfelanbau in Südtirol so wichtig und welche Obstsorten werden im größten zusammenhängenden Apfelanbaugebiet Europas angebaut? Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen, werden Ihnen im Obstbaumuseum in Lana beantwortet!

Die Agrargeschichte Südtirols

Eigentlich kaum zu glauben, dass der Apfel ursprünglich aus Kasachstan kommt, wenn Sie im Vinschgau jetzt im Herbst die vielen Äpfel sehen! Ursprünglich kommt der Apfel aus der Stadt Alma-Ata, was so viel wie “Stadt des Apfels” bedeutet. Insgesamt werden rund zehn Prozent der gesamten europäischen Ernte in Südtirol gepflückt und, dass der Apfelanbau in Südtirol früher wie heute eine wichtige Einnahmequelle ist, zeigen die zahlreichen Kirchen die dem Heiligen Jakob geweiht sind, dem Schutzpatron des Apfels. Das Obstbaumuseum befindet sich im mittelalterlichen Ansitz Lärchengut in Lana bei Meran. Der Besucher erhält in 16 Zimmern einen vielfältigen Einblick in die Welt des Obstes, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Verschiedene Dokumente, Gegenstände und Schautafeln zeigen, wie sehr sich auch die Art des Anbaus und die Ernteweise verändert haben. So können zum Beispiel noch “Bugglkörbe” besichtigt werden, die von starken Burschen in die Scheune geschleppt werden mussten. Heute wird die Arbeit der Bauern durch Traktoren erleichtert, die vielen Äpfel in Großkisten aus Plastik gepflückt. Zum Schutz gegen Unwetterschäden haben die Bauern ihre eigene Methode entwickelt: Böller und Hagelraketen sollten helfen, Schäden zu verhindern. Dem Frost ist man mit Öfen und finnischen Rauchpatronen zu Leibe gerückt. Diese interessanten Maßnahmen und noch viel mehr Wissenwertes zum Südtiroler Apfelanbau, wird Ihnen im Obstbaumuseum in Lana vermittelt.

Tipp:  Wenn Sie gerade Ihren Herbsturlaub im Preidlhof verbringen und sich schon einmal in Lana befinden, dann können Sie dies mit einer Wanderung am Brandiswaalweg verbinden, der nur wenige Schritte vom Museum entfernt ist. Freuen Sie sich auf liebliche Kastanienhaine und duftende Obstanlagen entlang es Waalweges. Wenn Sie gegen Süden wandern, gelangen Sie zu einem idyllischen Wasserfall, sollten Sie die andere Richtung einschlagen, erreichen Sie Oberlana.

  •  
  • 0 Kommentar(e)
  •  

Mein Kommentar

Ich möchte über jeden weiteren Kommentar in diesem Post benachrichtigt werden.

Zurück

Suche

Archiv

Besuchen sie uns auch auf