Die Tradition der Martinigans - Blog Preidlhof
11.11.2011
13:44
Susanne

Die Tradition der Martinigans

Die Geschichte der Martinigans

In vergangenen Zeiten galt der Martinitag am 11. November als Zahltag, an diesem Tag mussten Lehen, Darlehen und Schulden beglichen werden. Vielen Bauern fehlten oft jedoch die finanziellen Mittel dafür, daher wurde alternativ mit Lebensmitteln bezahlt, wie zum Beispiel mit Geflügel wie Gänsen. Zusätzlich blieb es auf diese Art dem Bauer erspart, die Tiere durch den oftmals schweren Winter zu bringen.

Die Legende des heiligen Martin im Gänsestall

Eine Legende erzählt, dass sich der heilige Martin von Tours in einem Gänsestall versteckt hielt, weil er nicht zum Bischof geweiht werden wollte. Die schnatternden Gänse jedoch verrieten das Versteck und er konnte der Weihe nicht mehr entgehen. Die „bösen“ Gänse wurden daraufhin geschlachtet und am Abend festlich verspeist.

Das Rezept für die Martinigans

Der Martinitag oder Martintag am 11. November, ist der Tag, an dem traditionell die Martinigans zubereitet wird. Hier unser Rezept für die klassische Martinigans:

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 Gans (küchenfertig, ca. 5 kg)
  • 250 g Backpflaumen (vorher einweichen)
  • 500 g Äpfel
  • 2 EL Zucker
  • 5 EL geriebenes Vollkornbrot
  • 2 cl Cognac oder auch Weinbrand
  • 4 EL Sahne
  • 1 EL Mehl
  • 3 EL Apfelmus
  • Zimt, Salz und Pfeffer

Die Zubereitung der Martinigans:

Die Gans waschen und trocknen, von innen salzen – die eingeweichten und entsteinten Trockenpflaumen mit den zerkleinerten Äpfeln vermengen und mit dem Zucker, Vollkornbrot, Zimt und Cognac abschmecken – die Gans damit füllen und an der offenen Seite zunähen – vor die Gans in den Ofen kommt, 3 Tassen Wasser und einen geteilten Apfel in die Fettfangschale geben – die gefüllte Gans auf einen Rost legen und im vorgeheizten Backofen für 3 Stunden bei ca. 200 C° langsam braten – gelegentlich mit Bratensaft begießen – nach der Bratzeit einige Male unterhalb der Keule in die Haut stechen, damit Fett austreten kann – 10 Minuten vor Ende der Garzeit mit kaltem Salzwasser bestreichen und die Temperatur auf 250 C° erhöhen – die Sauce aus der Fettpfanne mit etwas Wasser verlängern, mit Sahne und Mehl binden und mit dem Apfelmus, Pfeffer und Salz abschmecken und 10 Minuten aufkochen lassen – die Fäden von der Gans entfernen, diese tranchieren und mit Semmelknödel, Blaukraut und einem Glas guten Südtiroler Wein servieren!

Küchenchef Jürgen Kerschbaum wünscht gutes Gelingen! 

Rund um das Thema Gourmet und Riesling dreht es sich im Hotel Preidlhof noch im gesamten Gourmetnovember!

 

Martinigansessen im Hotel Preidlhof
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